Mittwoch, 19. Oktober 2011

Am Rand - Das kleine Serienlexikon: Being Human (CA/ US)

Um mal wieder zu meinen kleinen Empfehlungen zurück zu kommen. Hier (mal wieder) eine (nord-) amerikanische Adaption einer britischen Supernatural-Serie gleichen Namens.
Der Grundriss der Serie ist leicht erzählt und beeindruckt auf den ersten Blick noch nicht so schnell, klingt er doch wie der Anfang eines schlechten Witzes: treffen sich ein Vampir, ein Werwolf und Geist und gründen eine WG in Boston...
Doch schnell wird klar, dass diese drei mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben, als man als erprobter Seher dieses Genres zuerst glauben mag. Denn der Vampir Aidan (Sam Witwer), in seinem Tagesleben Krankenpfleger, ist alles andere als der fürsorgliche Mitbewohner, für den ihn die anderen halten. Durch seine Entscheidung für die Menschen (und Werwölfe) macht er sich einige Feinde bei den anderen Vampiren, die eine undurchschaubare Hierarchie bilden. Und auch der Werwolf Josh (Sam Huntington), der am meisten gegen sein Anderssein ankämpft, ist viel mehr als nur der WG-Clown. Er muss erkennen, dass er sich nicht komplett von seinem früheren Leben abkapseln kann und für alle, die er liebt, einmal im Monat eine potentielle Gefahr darstellt. Der WG-Geist Sally (Meaghan Rath), die die normalen Sterblichen nicht sehe können, war vor ihrem plötzlichen Tod in einer, so scheint es, glücklichen Beziehung mit ihrem Verlobten Danny, der den Männern das Haus vermietet. Sie versucht nun herauszufinden, wie sie gestorben ist und warum sie nicht weiter ziehen kann. Doch je mehr sie erfährt, desto mehr erkennt sie, welche Fehler sie in ihrem Leben begangen hat und wie unerfahren sie in der Geisterwelt ist.

Die Serie überrascht mit ihren Twists innerhalb der Geschichten und ist durch die verschieden Figuren relativ komplex. Obwohl der Vampir (vorerst?) ein wenig leer und verbittert wirkt, kann man alle gut nachvollziehen. Wirklich erfrischend ist die schauspielerische Leistung von Sam Huntington, den man vorher weniger in ernst zu nehmenden Rollen sehen konnte. Er bringt die Kombination aus Loser und Über-Mensch äußerst glaubhaft herüber.
Die erste Staffel von "Being Human" bleibt viel versprechend und macht Lust auf mehr.
Fortsetzung folgt...

Das britische Vorbild "Being Human" ist eine BBC-Produktion, die mittlerweile drei Staffeln abgedreht hat. Die amerikanische Version gibt es erst seit 2011. Für 2012 werden beide Serien (mit unterschiedlichen Plots) weiter geführt.

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